Philippe Arlaud

Philippe Arlaud wurde in Paris geboren und wuchs in Mulhouse auf. Während seines Medizinstudiums entdeckte er an der Ecole d’Art Dramatique de Strasbourg die Freude am Theater und studierte dort Regie, Bühnenbild und Kunstgeschichte.


In die Welt des Theaters trat Arlaud als Lichtdesigner ein und arbeitete zu Beginn mit Antoine Vitez und Jean Marie Villégier zusammen. Neben diesen Tätigkeiten begann er auch sehr bald sowohl für Oper als auch Theater Dekorationsentwürfe zu erstellen. Hierbei waren Giorgio Strehler, Bob Wilson, Klaus Michael Grüber und Peter Stein seine Begleiter der ersten Stunde.


Durch die Zusammenarbeit mit der deutschen Schauspielerin und Regisseurin Elke Lang begann Arlaud auch außerhalb der französischen Grenzen zu arbeiten und entwickelte seine Regiearbeit weiter. Zwischen 1992 und 2002 kam es schließlich in Wien, im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Philippe Arlaud und Hans Gratzer, zu 35 Inszenierungen am Schauspielhaus Wien. Dafür erhielt Arlaud zweimal die Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien. Große Erfolge feierte er zudem mit seiner Inszenierung, Bühnen- und Lichtgestaltung zu „The Turn of the Screw“ von Benjamin Britten an der Wiener Kammeroper.


Seit 1995 fällt Arlauds Schwerpunkt auf seine Regiearbeiten, welche vor allem durch Theater- und Operndirektoren wie Alfred Wopmann, Rudolf Berger, Jean-Maria Blanchar, Götz Friedrich, Andreas Möelich Zebhauser, August Everding, Thomas Novohradsky oder Wolfgang Wagner gefördert wurden.


Weitere künstlerische Zusammenarbeiten ergaben sich mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock bei den Festspielen Baden-Baden mit Mozarts „Cosí fan tutte“. Im Festspielhaus Baden-Baden arbeitete Arlaud mit dem Dirigenten Teodor Currentzis in Bizets „Carmen“ sowie mit Christian Thielemann in Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ zusammen. Mit Christian Thielemann feierte er ebenfalls bei den Bayreuther Festspielen mit Richard Wagners „Tannhäuser“ einen großen Erfolg.